Lastmanagement

Anwendungsfall Spitzenlastreduktion

Liniendiagramme auf einem Touchscreen.

Das deutsche Tarifsystem für Netznutzungsentgelte sieht bei Verbrauchern ab einem Verbrauch von jährlich 100.000 kWh eine ¼ -stündliche registrierende Leistungsmessung vor. Die Netznutzungsentgelte und die Strompreise setzen sich bei dieser Kundengruppe aus einem Arbeitspreis und einem Leistungspreis zusammen. Neben der bezogenen elektrischen Arbeit (kWh) wird in diesem Fall auch die maximale Leistung (kW) bei der Berechnung der Netznutzungsentgelte und der Strombezugskosten berücksichtigt. 

Entscheidend für die Ermittlung des Leistungspreises ist der maximale Mittelwert der Registrierperiode (¼ h) und nicht der tatsächlich erreichte Höchstwert.

Last-Zeit-Diagramm.

Betriebliches Energiemanagement 
In vielen Unternehmen ist es ein Ziel des betrieblichen Energiemanagements, durch eine systematische Begrenzung der Leistung die maximale Leistung zu reduzieren und damit die Kosten der Netznutzung und somit des Strombezugs zu verringern. Nach einer Auswertung der Lastganganalyse muss ein Gesamtkonzept zur Leistungsreduktion erarbeitet werden. Unterstützt durch eine Wirtschaftlichkeitsrechnung können geeignete Optimierungspotenziale identifiziert werden. Die Leistungsbegrenzung kann durch ein automatisches System (Maximumwächter mit Spitzenlastabschaltung) überwacht werden, das definierte Verbraucher ausschaltet, wenn aufgrund der aktuellen betrieblichen Aktivitäten ein Überschreiten eines vorgegebenen Leistungswertes zu erwarten ist. Stehen verschiedene abschaltbare Verbraucher zur Verfügung, wird eine Prioritätenliste festgelegt.

Ergänzend empfiehlt es sich, organisatorische Maßnahmen zu nutzen, um den maximalen Leistungsbezug zu reduzieren. Insbesondere die zeitliche Staffelung der Nutzung leistungsstarker Verbraucher ist hierbei eine in der Praxis bewährte Methode, hauptsächlich wenn der Verbrauch von kurzen hohen Spitzen geprägt ist.

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