Spitzenlast

Die Nachfrage nach Elektrizität wird in drei Bereiche aufgeteilt.

Den Grundbedarf an Strom nennt man Grundlast (im Unterschied zu Mittellast und Spitzenlast). Er besteht unabhängig von allen Lastschwankungen. Die Grundlast wird von Kraftwerken gedeckt, die nahezu rund um die Uhr arbeiten. Zu diesen so genannten Grundleistungskraftwerken gehören in Deutschland vor allem Kernkraftwerke und Braunkohlekraftwerke.

Die zweite Ebene des Strombedarfs ist die Mittellast. Dabei handelt es sich um die regelmäßige Ausbuchtung der Lastkurve oberhalb der Grundlast, etwa um den vermehrten Stromverbrauch mittags und abends. Diese stundenweise Belastung des Stromnetzes ist vorhersehbar und wird vor allem von Steinkohlekraftwerken abgedeckt.

Spitzenlaststrom wird benötigt, wenn zu bestimmten Tages- und/oder Jahreszeiten ein besonders hoher Strombedarf entsteht, z. B. bei Großveranstaltungen. Spitzenlaststrom wird meist von schnell regelbaren Kraftwerken z. B. von Pumpspeicherwerken und Gasturbinenkraftwerken zur Verfügung gestellt und ist wesentlich teurer als Grundlast- und Mittellaststrom.

 

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